UMTS Abdeckung

Als 2000 von der Bundesrepublik die Lizenzen versteigert wurden, war der Zuschlag mit der Auflage an die Bieter mit der gesetzlichen Forderung verbunden, möglichst schnell, stetig ansteigend, die UMTS Abdeckung im eigenen Netz zu sichern.
Ab Januar 2006 lautete die Mindestanforderung, wenigstens die Hälfte der Kunden mit UMTS zu versorgen. So konnte, belegt durch Studien eines Marktforschungsinstitutes und des Bundesverbandes der Informationswirtschaft, zum genannten Zeitraum konstatiert werden, dass bereits etwa 2.300.000 Kunden UMTS nutzen.
Vergleichbar mit der Entwicklung der Flächendeckung im Mobilfunk, nahezu die gleichen Wege entlang, breitet sich der Abdeckungsgrad des UMTS aus, beginnend in den Großstädten, entlang an den Versorgungslinien, z.B. Autobahn und Bahntrassen und Flugplätzen. Die Logik dafür ergibt sich aus der Basisfunktion des Mobilfunks.
Flächendeckend steht das UMTS- Netz in der Bundesrepublik dadurch zur Verfügung, da Einrichtungen der herkömmlichen Mobilfunktechnik nutzend, noch vorhandene Versorgungslücken übersprungen werden können.
Die Pläne der führenden Mobilfunkanbieter Vodafone und T. Mobile, die Versorgungslücken weiter zu schließen, da es bei Nutzung der herkömmlichen Mobilfunktechnik offenbar zu Einschränkungen in der mobilen Erreichbarkeit des Internets oder Einschränkungen in der Geschwindigkeit des Surfens kommt, sind am weitesten entwickelt. Auch der Anbieter O2 gehört dazu. Ihnen ist offenbar klar geworden, dass die Qualität des UMTS- Netzes eine bedeutsame, voraussichtlich sogar die wesentlichste Rolle spielt.
Untersuchungen zufolge ist T- Mobile das Unternehmen, welches im größten Umfang UMTS in guter Qualität und mit der größten Flächenabdeckung anbietet und mit großen Einsatz ausbaut. Dabei ist die Erschließung des ländlichen Raumes diesem Anbieter ein besonderes Anliegen. Unter Nutzung neuester technologischer Möglichkeiten wird die Zielstellung realisiert. Aber auch Vodafone setzt seine Anstrengungen fort, eine größere Abdeckung seines Funknetzes mit UMTS zu erreichen. Nach Aussagen von Vodafone sollen gegenwärtig bereits 80 % der Bevölkerung mit UMTS versorgt sein.
Beide Unternehmen setzen, zur umfassenden Beschleunigung der Daten im UMTS –Netz HSDPA Technik ein. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen und beinhaltet sinngemäß eine weitere Generation der UMTS- Qualität,
Es werden momentan Geschwindigkeiten bis zu 3,6 Mbit/s erreicht.
O2 hat es in verschiedenen Großstädten erreicht, ihren Kunden das Surfen mit der Hälfte dieser Datengeschwindigkeit zu ermöglichen, eine umfassende Flächendeckung erreicht O2 durch die Kooperation mit T- Mobile, analog dem Roaming- Verfahren zwischen internationalen Mobilfunknetzen.
Weitere Mobilfunkanbieter, zum Beispiel E- Plus wollen mit großen Investitionen ihren Grad der UMTS- Abdeckung in den nächsten Jahren intensiv ausbauen.
Kundentreue zu Mobilfunkanbieter wird sich daran orientieren, inwieweit diese Entwicklungen nicht als Wunschvorstellung oder Absichtserklärung, sondern als reales Erlebnis für die Kunden wirkt.